Hallo meine Liebe, heute wird es bei uns so richtig persönlich – und vielleicht auch ein bisschen „tabubefreit“. Schnapp dir einen großen Tee, kuschel dich ein, denn wir sprechen über etwas, das uns jeden Monat begleitet, aber über das wir im Fitnessstudio oder im Büro viel zu selten ehrlich reden: Unseren Zyklus.
Lange Zeit war ich die Sorte Frau, die ihren Körper wie eine Maschine behandelt hat. Ich hatte meinen festen Trainingsplan: Montag Krafttraining, Mittwoch Laufen, Freitag HIIT. Und wenn mein Körper am Mittwoch vor der Periode signalisiert hat, dass er eigentlich nur eine Decke und eine Wärmflasche will, habe ich ihn ignoriert. Ich habe mich durch das Workout gequält, mich danach schwach gefühlt und hatte ein schlechtes Gewissen, weil meine Leistung nicht stimmte. Kennt ihr diesen inneren Kritiker, der sagt: „Stell dich nicht so an, Vicky!“?
Irgendwann habe ich begriffen: Wir sind nicht jeden Tag dieselbe Version unserer selbst. Unsere Hormone sind wie die Gezeiten des Meeres – und es macht absolut keinen Sinn, gegen die Strömung zu schwimmen.
Seit ich angefangen habe, mein Training an meine vier Zyklusphasen anzupassen, hat sich meine Beziehung zu meinem Körper komplett verändert. Ich fühle mich nicht mehr wie eine Versagerin, wenn ich mal weniger Gewicht hebe, sondern wie eine Expertin für meine eigene Biologie.
Hier ist mein kleiner Guide für dich, wie ich die verschiedenen Phasen erlebe und was mir dabei körperlich am besten tut:
1. Die Menstruationsphase (Der „innere Winter“)
Wie ich mich fühle: Ich bin oft müde, etwas introvertiert und mein unterer Rücken zieht. Die Welt fühlt sich ein bisschen zu laut an. Mein Training: Jetzt ist die Zeit für Slow-Down. Ich mache meistens nur sanftes Yin Yoga, gehe lange spazieren oder mache gar nichts. Es ist die Phase der Regeneration. Wer jetzt pausiert, hat in der nächsten Woche doppelt so viel Kraft!
2. Die Follikelphase (Der „innere Frühling“)
Wie ich mich fühle: Wenn die Periode vorbei ist, steigt das Östrogen. Ich fühle mich plötzlich wieder frisch, unternehmungslustig und habe Lust auf Neues. Mein Training: Jetzt ist die Zeit für Cardio und neue Reize. Ich gehe wieder laufen oder probiere einen neuen Tanzkurs aus. Die Energie kommt zurück!
3. Die Ovulationsphase (Der „innere Sommer“)
Wie ich mich fühle: Rund um den Eisprung fühle ich mich unbesiegbar. Ich bin am kommunikativsten und strotze vor Selbstbewusstsein. Das ist die Zeit, in der ich mich im Spiegel anschaue und denke: Hello, Goddess! Mein Training: High Intensity (HIIT) & Kraft. Jetzt setze ich meine persönlichen Rekorde. Mein Körper ist auf dem hormonellen Höhepunkt seiner Leistungsfähigkeit. Nutze diese Power!
4. Die Lutealphase (Der „innere Herbst“)
Wie ich mich fühle: Die Tage vor den Tagen… Puh. Ich werde unruhiger, meine Brüste spannen vielleicht und meine Geduld ist dünner als ein Blatt Papier. Das Progesteron steigt und bereitet den Körper auf Ruhe vor. Mein Training: Kraftausdauer & Pilates. Ich gehe weg von den schweren Gewichten und mache mehr Wiederholungen mit weniger Last. Gegen Ende der Phase wechsle ich zu Stretching, um die PMS-Symptome zu lindern.
Meine Tipps für dein zyklusbasiertes Training
Es hat bei mir etwa drei Monate gedauert, bis ich ein richtiges Gefühl für die Übergänge bekommen habe. Hier ist, was mir geholfen hat:
- Tracking ist alles: Ich nutze eine App, um nicht nur meine Tage, sondern auch meine Stimmung und Energielevel zu dokumentieren. Nur so erkennst du Muster.
- Hör auf dein Bauchgefühl: Wenn der Plan sagt „Sprints“, dein Bauch aber „Sofa“ ruft – wähle das Sofa. Dein Cortisolspiegel wird es dir danken.
- Die richtige Unterstützung: Gerade in der Lutealphase, wenn mein Körper Wasser einlagert und alles etwas empfindlicher ist, brauche ich Kleidung, die nicht einschneidet, aber alles hält.
Vickys Tipp für die „sensiblen Tage“: Nichts ist schlimmer als ein Sport-BH, der drückt, wenn die Hormone Achterbahn fahren. Ich habe lange gesucht und diesen hier gefunden, der extrem weich ist und sich jeder Phase anpasst, ohne einzuengen. Er ist mein absoluter Gamechanger für das Training in der zweiten Zyklushälfte:
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Meine Liebe, dein Körper ist kein Feind, den es zu bezwingen gilt. Er ist dein Zuhause. Wenn du lernst, mit deinem Zyklus zu arbeiten statt gegen ihn, wirst du eine ganz neue Form von Freiheit entdecken.
Wie ist das bei dir? Spürst du die Unterschiede in deiner Energie auch so extrem oder ziehst du dein Programm meistens einfach durch? Ich würde mich riesig freuen, wenn wir uns darüber austauschen!
Alles Liebe, Deine Vicky 🌸
